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Termin

Indien oder Bayern pestizidfrei bis 2015! - Glyphosat, CRISPR & Co. gehts auch anders?

ÖDP Kreisverband Ebersberg

18.09.2018
20:30 - 23:00
Grafing, Kastenwirt

Glyphosat in aller Munde?

Glyphosat ist nicht nur in "aller Munde" durch hitzige Diskussionen über die Verwendung von Pestiziden, sondern auch fast täglich durch Rückstände auf Futter- und Lebensmitteln. Gentechnisch veränderte glyphosatresistente Pflanzen wie Mais, Soja und Raps, die oftmals hohe Rückstandsmengen enthalten, landen hier viellerorts im Futtertrog. Dies hat Auswirkungen vorallem in den Anbauländern. In Argentinien wurde Glyphosat im Regenwasser nachgewiesen und in Städten in Agrarregionen ist ein erheblicher Anstieg an Krebsfällen sowie eine auffällige Steigerung der Fehlgeburten und Missbildungen festgestellt worden. Brasilien hat aus diesen Gründen jetzt ein vorläufiges Verbot für glyphosathaltige Spritzmittel ausgesprochen. In Indien gibt es bereits Landesteile, die ein komplettes Pestizidverbot ausgesprochen haben bzw. dies erreichen wollen bis 2025.

Durch den breiten Widerstand wachsen auf deutschen Feldern keine gentechnisch veränderten Pflanzen. Internationale Unternehmen und Teile der Wisschaft und Politik fordern jedoch neue Gentechnikverfahren einzusetzen. Der Hoffnung, dies ohne Regelungen machen zu können, schob der Europäische Gerichtshof kürzlich einen Riegel vor. Er entschied: Auch die neuen Verfahren, die angeblich zielgerichteter und besser seien als die alten, bergen Risiken und müssen dem Gentechnikrecht unterworfen werden. Die gleichen Akteure, die der Agro-Gentechnik die Tür öffnen wollen, erklären der Öffentlichkeit wieder und wieder, ohne Pestizide lasse sich Landwirtschaft nicht erfolgreich betreiben, und die Wiederzulassung des Breitbandherbizids Glyphosat sei gerechtfertigt, da sehr wirksam, aber nur mit geringem Risiko für Mensch und Umwelt behaftet.

Was ist dran an diesen Argumenten und welche Entwicklungen könnten sich in der nächsten Zeit ergeben? Diskutieren sie mit Dr. Martha Mertens Gentechnikexpertin des Bund Naturschutz, Frank Hansen, Bereichsleiter Agrar Raiffeisen, und Rosi Reindl, Landtagsdirektkandidatin ÖDP Ebersberg.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am Dienstag den 18. September um 19.30 Uhr beim Kastenwirt in Grafing (Marktplatz 21) mitzudiskutieren.

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