Unsere Themen für den Landkreis Ebersberg


Top-Thema: Bildung

Gute Bildung ist eine Grundvoraussetzung für unsere Gesellschaft und umfasst mehr als nur das Ansammeln von Wissen und technischem Know-How, welches in unserer beschleunigten Welt immer schneller veraltet. Unser größtes Gut sind unsere Kinder und es hat für uns oberste Priorität diese für ein eigenständiges Leben in einer weltoffenen und nachhaltigen Gesellschaft vorzubereiten.
Um allen Kindern die gleichen Chancen durch individuelle Förderung zu ermöglichen fordern wir eine zweite pädagogischen Kraft in jeder Grundschulklasse. Dies ist besonders in Bayern im Grundschulalter wichtig, da der Übertritt zu weiterführenden Schulen schon nach der 4. Klasse stattfindet.
Neben der Vermittlung von reinem Wissen müssen unsere Kinder unbedingt einen bewussten Umgang mit den neuen Medien erlernen anstatt immer mehr schulische Prozesse zu digitalisieren. Zudem fordern wir kabelgebundenen Internetzugang in den Schulen statt flächendeckend WLAN Netzwerke einzurichten, da für eine gesunde Entwicklung unserer Kinder eine Minimierung der Strahlenbelastung wichtig ist.
Außerdem sollten unsere Kinder in achtsamer Verwendung statt Verschwendung der Ressourcen unseres Planeten geschult werden. Das Klimaschulen Programm im Landkreis Ebersberg sollte daher in allen Schulen des Landkreises Anwendung finden. Zudem soll in jeder Schule ein Schulgarten vorhanden sein, wo unsere Kinder praktische Erfahrungen mit dem Anbau von Obst und Gemüse sammeln können.
Bezüglich des Schulweges ist es uns wichtig den Anteil der sogenannten Elterntaxis massiv zu reduzieren. Die gesundheitlichen Vorteile für Kinder, die zu Fuß in die Schule gehen, sind klar. Auf dem Schulweg können Kinder sich unterhalten, Energie auslassen und kommen aufgewärmt, durchblutet und lernfähig in die Schule. Daher fordern wir "kurze Wege für kurze Beine" und eine Sitzplatzgarantie für jedes Kind bei Nutzung des ÖPNV und privaten Schulbussen.

 

Top-Thema: Energiewende

Die weltweite Umstellung auf erneuerbare Energien ist ein verbindliches Müssen, um die CO2-Emissionen zu senken. Wir bekennen uns als ÖDP zum Ziel des Landkreises Ebersberg, unsere Energieversorgung bis zum Jahr 2030 vollständig auf erneuerbare umzustellen, um unseren Beitrag gegen die weltweit drohende Klimakatastrophe zu leisten. An diesem Prozess wollen wir die Bürger beteiligen und sie von der lokalen Wertschöpfung profitieren lassen. Photovoltaik, Solarthermie, Windkraft, Biogasanlagen, Wärmepumpen sind erschwingliche, wirtschaftliche und robuste Technologien. Sie dezentral zu nutzen, bringt den Haushalten mittelfristig auch erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten, macht die Bürger unabhängig von den großen Energieversorgern und Deutschland von der Einfuhren von Öl und Gas.
Wir fordern, die bereits ermittelten Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen auch landschaftsplanerisch zu überprüfen. Sind zusätzlich Einzelstandorte möglich? Bürgerinnen und Bürger möchten wir unterstützen, wenn sie sich dafür einsetzen, auf geeigneten Flächen Windkraftanlagen in ihrer Gemeinde zu errichten. Die derzeit geltende 10 H Regel lässt dieses Engagement zu. Fremde Investoren bleiben vor der Tür. Die regionale Wertschöpfung wird gestärkt. Umwelt und unsere Bürger im Landkreis Ebersberg profitieren davon.

 

Top-Thema: Ernährung

Die Menschen wünschen sich eine weniger intensive Landwirtschaft. Auch im Bezug auf Grundwasserschutz, Steigerung der Artenvielfalt und der heutigen Pestizidbelastung setzt sich die ödp ein für eine Veränderung der Landwirtschaft. Der Landkreis sollte die Landwirte bei ihren Bemühungen unterstützung. Dies könnte zum Beispiel durch eine Maisabschaffungsprämie geschehen: damit würde nicht nur die intensivste Form der Landwirtschaft bei uns reduziert und durch vielfältigere Arten ersetzt werden sondern auch die problematisch hohe Wildschweinpopulation reduziert werden, welche durch übertragbare Krankheiten ein Problem für die artgerechte Haltung in der Schweinezucht darstellt.
Desweiteren soll der Landkreis als großer Abnehmer in öffentlichen Einrichtungen (z.B: Krankhäuser, Schulen etc.) die lokale und nachhaltige Landwirtschaft fördern und gleichzeitig den den Kindern und Kranken hochqualitatives Essen bieten. Wohlbefinden, Gesundheit, Genuss und damit Lebensfreude steigern.
Auch durch eine Schaffung von Absatzmärkten für lokale Lebensmittel z.B. durch Förderung einer solidarischen Direktvermarktungshalle in Bürgerhand soll die lokale und nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden.

 

Top-Thema: Naturschutz & Artenschutz & Umweltschutz

Wir betrachten einen respektvollen Umgang mit unserer Umwelt und Natur als Pflicht um diese in all ihren Funktionen für kommende Generationen zu erhalten. Im Volksbegehren "Rettet die Bienen" wurden hierzu wegweißende Forderungen festgeschrieben. Nun gilt es diese auch konsequent umzusetzen!
Hierzu fordern wir im Landkreis Ebersberg unter anderem, auf allen kommunalen und privaten Grünflächen frühestens ab Juli und grundsätzlich zu "Mähen statt zu Mulchen". Des Weiteren sollen ein Biotopverbund durch fortlaufende Blühstreifen entlang von Straßen, Gärten und Feldern geschaffen werden.
Wir fordern außerdem die pestizidfreie und gentechnikfreie Bewirtschaftung aller Landkreisflächen zu fördern und schrittweise aber zügig umzustellen. Die Landwirte sind bei diesen Bemühungen vom Landkreis zu unterstützen.
Ein weiterer oft unterschätzter Aspekt des Artenschutzes ist die Lichtverschmutzung. Der natürliche Wechsel von hell und dunkel (Tag und Nacht) ist die Grundlage jeglichen Lebens und wichtiger Aspekt funktionierender Ökosysteme. Nicht nur Insekten und Vögel, auch Pflanzen und Menschen leiden darunter. Wir fordern daher die Gesetzänderungen durch "Rettet die Bienen" auch hier konsequent um zu setzten. Der Landkreis soll nachts wieder dunkel sein dürfen! Einfache Maßnahmen sind zum Beispiel: Bewegungssensoren/Nachtabschaltung statt Dauerbeleuchtung, niedrige Lumenzahl und warme LEDs, geeignete Lampen für wenig Streuverluste (sogenannte "Full-Cut-Off Lampen), sowie eine Anstrahlung von Bäumen und Sträuchern zu vermeiden.
Durch den forstschreitenden Klimawandel kommt es auch in unserem Landkreis zunehmend zu Problemen durch die Austrocknung unserer Böden. Diese Problematik wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Wir fordern daher Maßnahmen zur Aufforstung und naturnaher Gestaltung in Stadt und Land um die Aufheizung und weitere Austrocknung abzuschwächen. In bestehenden Waldgebieten und auf naturnahen Flächen soll außerdem der Totholzanteil deutlich erhöht werden.

 

Top-Thema: Verkehr und Mobilität

Es geht uns nicht darum, dass andere unseren Landkreis möglichst schnell und bequem im PKW durchqueren können. Wir wollen unsere Heimat in ihrer Schönheit bewahren und dennoch sollen unsere eigenen Bürger mobil sein:
Dazu braucht es eine Verbesserung des Angebots des ÖPNV durch Taktverdichtung der S Bahn mit einer Ausweichstelle zwischen Grafing Bahnhof und Ebersberg. Außerdem soll ein mehrjähriger Test von Expressbuslinien mit kleinen Bussen im 30 min Takt bis 22 Uhr von Glonn nach Grafing Bahnhof sowie von Markt Schwaben nach Grafing Bahnhof (oder Ebersberg?) durchgeführt werden. Die Streckenführung sollte relativ gerade sein, damit die Fahrzeit überschaubar bleibt. An den Haltestellen soll es überdachte Fahrradständer geben damit diese mit dem Fahrrad erreicht werden können. Ggf. sind auch entsprechende Fahrradwege zu bauen. Wenn die Bürger sich erst mal daran gewöhnen, wird allein dadurch die Anzahl an Elterntaxis" deutlich sinken, viele brauchen kein 2. Auto mehr. Um die Erreichbarkeit von Grafing Bahnhof mit dem Fahrrad, statt mit dem Auto zu verbessern, ist der geplante Radweg von der Seescheid über Nettelkofen bis Grafing Bahnhof schnellstmöglich durchzusetzen. Zum nötigen Grunderwerb sollen hier wie bei allen anderen Radwegen alle rechtlichen Möglichkeiten eingesetzt werden. Sichere Fuß- und Radwege führen zu weniger Autoverkehr.
In den Ortschaften des Landkreises soll grundsätzlich wo vom Kreistag zu entscheiden Tempo 30 eingeführt werden, um ein mit einander von Autos und Radfahrern zu ermöglichen.
Wo der Platz für geeignete Radwege fehlt, sollen Einbahnregelungen für PKWs geprüft werden, um Platz für breite Fahrradspuren zu schaffen. Ziel ist es, dass es für möglichst viele Kinder einen sicheren Radweg zu Ihrer Schule gibt. Neue und vorhandene Tempolimits sollen durch eine konsequente Verkehrsüberwachung durchgesetzt werden. Dasselbe gilt für Halteverbote an sicherheitskritischen Stellen (z.B. Gymnasium Kirchseeon). Die Förderung der Autoteiler insbesondere beim Angebot von Elektrofahrzeugen soll fortgesetzt werden, unter anderem durch das zur Verfügung stellen von Ladestationen.

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