ÖDP-Kreistagskandidatin Johanna Weigl-Mühlfeld hat in einem Brandbrief an Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz appelliert, sich für ein gentechnisch freies Europa einzusetzen.

ÖDP-Kreistagskandidatin Johanna Weigl-Mühlfeld hat in einem Brandbrief an Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz appelliert, sich für ein gentechnisch freies Europa einzusetzen.
Am 11. Februar soll der europäische Ministerrat über die Zulassung der neuen Maissorte 1507 entscheiden. Der Mais ist gentechnisch so verändert, dass er ein Insektengift produziert und gegen das Totalherbizid Glufosinat resistent ist. „Die EU-Kommission und die keineswegs unabhängige Aufsichtsbehörde EFSA wollen den Mais zulassen, obwohl Glufosinat in der EU ab 2017 nicht mehr genutzt werden darf, weil es fruchtbarkeitsschädigend und krebserregend ist“, bestätigte die ÖDP-Politikerin Weigl-Mühlfeld.

Ein klares "Nein" der deutschen Bundesregierung im Ministerrat würde die Zulassung der Maissorte verhindern. Länder wie Großbritannien oder Spanien befürworten die Zulassung, Italien oder Frankreich stemmen sich dagegen. Deutschland hat sich bisher stets in dieser Frage enthalten.

Kann sich der Agrarministerrat nicht einigen, entscheidet die Kommission. Diese hat bereits mitgeteilt, dass sie sich verpflichtet sieht, den Gentechnik-Mais zu genehmigen.
Nun liegt es an dem deutschen Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU), der dem EU-Ministerrat in dieser Frage angehört, die entscheidende Richtung zu geben.
In der Vergangenheit haben sich Ilse Aigner (CSU) wie auch Renate Künast (Bündnis90/Grüne) in dieser Frage der Stimme enthalten.
„Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich wäre der erste deutsche Minister, der, wenn er sich nicht der Stimme enthielte, eine eindeutige Position zur Gentechnik in Europa bezieht“, so ÖDP-Kreistagskandidatin Johanna Weigl-Mühlfeld.
Die ÖDP-Politikerin bat nun unseren Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz seinen Parteikollegen, Landwirtschaftsminister Friedrich, zu ermutigen, keine Gentechnik in der Landwirtschaft zuzulassen. Bislang äußerte sich der Minister nicht eindeutig zur Gentechnik, obgleich seine Partei sich im vergangenen Wahlkampf gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesprochen hat.


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