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Ein bisschen…

Vielleicht fällt das nur mir auf: Wenn es um Themen wie Klimagefahr, Nachhaltigkeit, fairer Handel oder Ernährung und Tierhaltung geht, fällt oft das Wort "ein bisschen": Wir sollten alle ein bisschen weniger von diesem und ein bisschen mehr von jenem... Wir alle könnten doch mit kleinen Schritten...

Damit wird wie selbstverständlich angenommen, dass es durch ein bisschen Verhaltenskorrektur ganz schnell ein bisschen weniger gefährlich und ein bisschen besser werden wird. Dahinter steckt der schöne und sympathische Gedanke von Stefan Zweig, wonach, "viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, das Gesicht der Welt verändern können." (Stefan Zweig hat sich 1942 auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus im Exil das Leben genommen.)

Ich habe das Gefühl, dass dieser Spruch sehr gut und richtig für die 1980er Jahre gewesen ist, in denen er in der Ökologiebewegung oft zitiert wurde. Heute, 40 Jahre des Verdrängens, Verharmlosens und Leugnens der Probleme später, reicht "ein bisschen" nicht mehr. Es braucht jetzt große Schritte nicht nur von kleinen Leuten. Es braucht strukturelle Änderungen auf nahezu allen Gebieten des Lebens. Ein "bisschen bio", ein "bisschen nachhaltiger" ein "bisschen weniger" ist nicht mehr zu verantworten. Deshalb macht jetzt der Begriff der "Transformation" die Runde: Alles muss auf den Prüfstand der Zukunftstauglichkeit. Spürbare Veränderungen stehen an.


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